Zeitungsartikel am Dienstag, 15. Juni 2004 in Der Neue Tag
Medaille vom Fürstenhaus
Grenadiere mit neu geschaffenen Orden dekoriert - Auf 10 Träger begrenzt
Fürst Jaroslav von Lobkowicz sowie Kommandant Jürgen Völkl und Grenadierschreiber Hans Härtl aus Störnstein (von rechts) erhielten als Erste den neu geschaffenen Hausorden der Fürsten von Lobkowicz zu Krimicze. Von links: Landeskommandant Oberstleutnant Dr. Bernd Wollner und Festleiter Korporal Rainer Radies.

Bild: Arnold
Störnstein. (arw) Premiere bei den Feierlichkeiten der "Historisch Hochfürstlich Lobkowitischen Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein": Erstmals wurde der Hausorden der Fürsten von Lobkowicz zu Krimice vergeben.

Als Erster erhielt Fürst Jaroslav von Lobkowicz von seinem Bruder, Bischof Frantisek, die neu geschaffene Auszeichnung. In Anerkennung der Verdienste um die Erhaltung der Geschichte, für das Wirken um die Verbindung zwischen den Völkern, zur Erhaltung des Friedens und für eine gemeinsame Zukunft erhielten ebenso Wolfgang Prinz von Bayern, Kommandant Jürgen Völkl und Grenadierschreiber Hans Härtl (beide Störnstein) den Orden angeheftet, der nur 10 lebenden Personen verliehen wird. Die Verdienstmedaille vom Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bronze ging an Christian Kraus, Walter Kunzendorf, Stefan Radies und Bernhard Rippl (alle Störnstein). Das Abzeichen in Silber gab es für Landrat Simon Wittmann, Jaroslav Fürst von Lobkowicz und Wolfgang Prinz von Bayern. Mit Gold wurde Hans Härtl dekoriert. Der Neustädter Kommandant der Bürgerwehr, Erwin Schober, wurde zum Hauptmann befördert.

Ansehen der Vorfahren
"Die Bürger- und Landwehren wahren das Ansehen unserer Vorfahren und repräsentieren die Heimat nach innen und außen", erklärte Staatssekretärin Emilia Müller im Festzelt. Grußworte sprachen beim Festkommers auch der Vizepräsident der Union Europäischer Wehrhistorischer Gruppen, Brigadier Günther Mayer, der Geschäftsführende Vizepräsident der Gruppen von Belgien, Deutschland, Luxemburg und Niederlande, Oberst i. Tr. Martin Mink, sowie der Präsident des Bayerischen Soldatenbundes, Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt. Landeskommandant Oberstleutnant a. D. Bernhard Wollner ging in auf die Geschichte der Bürgerwehren ein. Zuvor hatte Bürgermeister Boris Damzog im Gemeindezentrum für die Ehrengäste und Kommandanten einen Empfang. Er betonte, dass Tradition die Zukunft gestalten werde. Die Grenadiere pflegten den Kontakt zwischen Böhmen und Bayern und seien gute Botschafter der Gemeinde. Der Rathauschef dankte Härtl und seiner Familie für den enormen Einsatz für das Fest.

Kranz niedergelegt
Laut Landrat Simon Wittmann ist Störnstein "mit viel Geschichte und viel Heimat" verbunden. Die Bürger- und Landwehren hätten ihre Wurzeln für die Menschen von heute und der Zukunft. Für Landeskommandant Wollner stellte das siebte Treffen mit über 1200 Uniformierten aus 54 Gruppen einen neuen Teilnehmerrekord dar. Im Anschluss trugen sich die Gäste ins Goldene Buch ein.

Alle Garden zogen anschließend zum Ehrenmal der Gemeinde, wo Wollner und Kommandant Völkl Kränze niederlegten.


Hausorden der Fürsten von Lobkowicz zu Krimicze
begrenzt auf 10 lebende Personen